geräusch[mu'si:k] | Team
geräusch[mu'si:k] ist ein pädagogisches Vermittlungsprojekt zu experimenteller Musik mit Alltagsgeräuschen, Hören als komplexer Wahrnehmung und Komponieren mit zeichnerischen Notationstechniken.
Experimentelle Musik, Frühkindliche kulturelle Bildung, Schulprojekt, musique concrète
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Das geräusch[mu’si:k]-Konzept

Experimentelle Musik, Geräusche und ungehörte Klänge sind unsere ständigen Begleiter. Von den polyphonen Rhythmen der Popmusik über das Klingeln unseres Telefons, vom Filmton des Geräuschemachers bis zur Klangkulisse der Großstadt bilden sie den akustischen Hintergrund unseres Alltags.
geräusch[mu‘si:k] stellt den Klang als musikalische Ausdrucksform und das Hören als komplexe Wahrnehmung in den Mittelpunkt.
In unseren Projekten bieten wir durch den unmittelbaren Umgang mit Alltagsgeräuschen und die Erkundung unserer klanglichen Umwelt einen unbefangenen Zugang zu experimenteller Musik, zu Aufführungen und graphischen Kompositionstechniken.
Die Musik mit Geräuschen ist gerade für Kinder eine sehr spielerische und spontan zugängliche Kunstgattung, die mit ihrer mittlerweile über hundertjährigen Geschichte aktuell vermehrt Einzug in die Musikerziehung findet.
Hierbei stehen wir in Tradition der Musiklehre Mauricio Kagels und der Improvisationsmusik, in der sämtliche Gegenstände des Alltags ihren Weg auf die Bühne gefunden haben.

Wir haben seit 2009 erfolgreich über 15 altersspezifische und interdisziplinäre musikpädagogische Projekte zu experimenteller Musik mit über 400 Teilnehmern in Kindertagesstätten, Schulen, Museen und anderen Bildungs- einrichtungen durchgeführt.
Unser Ansatz besteht darin, das aufmerksame Hören zu fördern und die Wertschätzung von nicht-rhythmischen Materialklängen zu entwickeln, um so zur ästhetischen Geschmacksbildung beizutragen.
Wir öffnen die Ohren für die Umwelt als unerschöpfliche Quelle von Geräuschgebern und Klangphänomenen.
Unsere Geräuschgeber sind Alltagsgegenstände wie raschelnde Papiertüten, schnalzende Gummibänder oder schwirrende Lineale, die so einfach und zugänglich sind, dass überall alleine weitergemacht werden kann: mit den Murmeln aus der Hosentasche, dem Rauschen der Toilettenspülung, dem Reißverschluss der Federtasche oder den eigenen Mundgeräuschen.
Spontane Konzerte auf der heimischen Raufasertapete und mit den Klettverschlüssen der Turnschuhe sind also nicht auszuschließen!

Wir sensibilisieren die Kinder und Jugendlichen auf vielfältige und altersgerechte Weise für das Geräusch: selbstständig Klänge entdecken, Geräusche raten, benennen und beschreiben von Geräuschen, Improvisation, hören zeitgenössischer Musik, zeichnen zu Klängen, akustischen Experimenten zu Schall und Resonanz sowie Aufnahmeexpeditionen in der Umgebung.
Sie lernen sich gegenseitig zu dirigieren, ihre Geräusche selbstständig aufzunehmen, zu schneiden und sie mit Hilfe von Zeichnungen und Graphiken in eine zeitliche Abfolge zu bringen.
Gerade das selbstbestimmte und aktive Komponieren schult das abstrakte Vorstellungsvermögen, schafft ein Gefühl für zeitliche Abläufe und bietet die Möglichkeit sich selbst als Schöpfer zu erkennen.
Mit natürlicher Spielfreude erobert sich die Gruppe gemeinsam unbekanntes Terrain und leistet ganz nebenbei Unerhörtes, denn nicht nur die eigenen Geräusche erklingen, sondern auch die der Nachbarn!

Das geräusch[mu’si:k]-Team

Daniela Fromberg
Daniela Fromberg

Bildende Künstlerin (Diplom FH Hannover) und Meisterschülerin
Master of Arts – Kunst im Kontext (Universität der Künste Berlin)

Stefan Roigk
Stefan Roigk

Bildender Künstler (Diplom FH Hannover) und Meisterschüler Klangkunst